Getreidearten


Erfahren Sie hier mehr über die 5 Hauptgetreidearten Weizen, Dinkel, Roggen, Hafer und Gerste. Optisch kann man sie anhand folgender Merkmale unterscheiden: Weizen hat ganz kurze Grannen (Härchen), Roggen hat mittellange, Gerste hat sehr lange Grannen und Dinkel besitzt gar keine Grannen. Hafer hingegen hebt sich optisch ab, da er nicht wie die vorherigen Getreidearten auf Ähren, sondern auf Rispen wächst.

Dinkel


Dinkel (auch Alemannen- oder Schwabenkorn genannt) ist der Ursprung unserer Weizensorten. Der hohe Kleber- und Eiweißgehalt verleiht ihm hervorragende Backeigenschaften. Nach den Lehren der Heiligen Hildegard von Bingen wird ihm eine heilende Wirkung zugeschreiben. In unreifer Form als "Grünkern" bekannt.
Der Dinkel vereinigt in idealer Weise die Vorteile einer vollwertigen Ernährung: Neben einem hohen Ballaststoffgehalt ist er reich an den Vitaminen A, E, B1, B2 und Niacin, das notwendig für die Funktion der Nerven, für einen geregelten Stoffwechsel und für die Haut ist. Auch der Anteil an wertvollen Fettsäuren und Mineralstoffen (Eisen, Magnesium, Phosphor und Calcium) ist höher als bei anderen Getreidearten. Spurenelemente und Vitalstoffe wie hochwertige Eiweiße, komplexe Kohlenhydrate und Fette sowie gespeicherte Sonnenenergie in hoher Konzentration zeichnen das Superkorn außerdem aus. Man sagt dem Dinkel nach, dass er den Stoffwechsel anregt, die natürlichen Abwehrkräfte stärkt und für eine Entgiftung des Körpers sorgt, da Dinkel die Nierentätigkeit anregt. Dinkel-Konsumenten schwören darauf, dass er das Allgemeinbefinden und die Leistungsfähigkeit steigert.

Radioaktivmessungen der Universität Konstanz nach der Tschernobyl-Katastrophe im April 1986 ergaben, dass die im Sommer darauf geernteten Dinkelkörner eine zehnfach geringere Strahlungsmenge als Weizenkörner aufwiesen. Die eng anliegende Spelzhülle bietet also auch bei extremen Bedingungen Schutz.

Dinkel für Neurodermitiker

Neurodermitis ist eine weit verbreitete Hauterkrankung, bei der Nahrungsmittelallergien als ein möglicher Auslöser der Symptome gelten. Dinkel hat sich als Basis-Diät bei Neurodermitis bestens bewährt. Eine Umstellung der Ernährung auf das reine Korn, trägt in der Regel zu einer Besserung der Beschwerden bei.

 

Dinkel für Diabetiker

Da Dinkel besonders bekömmlich ist und eine ausgezeichnete Nährstoffzusammensetzung aufweist, eignet er sich insbesondere für Personen mit Stoffwechselkrankheiten wie zum Beispiel Diabetes, da Diabetiker in besonderem Maß von einer ausgewogenen Ernährung profitieren.

 

Dinkel bei Übersäuerung

Dinkel tut dem Körper gut, unter anderem weil er basisch und daher entlastend wirkt - im Gegensatz zu den anderen Getreidesorten, die unseren meist ohnehin "sauren" Körper zusätzlich belasten.

 

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Weizen


Weizen ist weltweit das bedeutendste Getreide. Obwohl er für den Anbau anspruchsvoll einen lehm- und humusreichen, kalkhaltigen Boden verlangt. Rund um den Globus werden über 250 Arten geerntet. Er besitzt einen hohen Klebergehalt. Die Syrer kultivierten ihn erstmals etwa 7800 vor Christi Geburt.
Pro Jahr werden weltweit rund 650 Millionen Tonnen Weizen geerntet. Würde man diese unvorstellbare Menge in die Waggons eines Güterzugs verladen, reichte dieser Zug fünfmal um den Äquator!

Es gibt über 1000 Weizensorten mit unterschiedlichen Ansprüchen an Boden und Klima. Auch die Mahl- und Backeigenschaften des Mehls unterscheiden sich. Die bei uns wichtigste Sorte ist Nackt- oder Saatweizen. Er liefert das Mehl für Weißbrot, Brötchen, Kekse, Biskuit und Kuchen. In Süddeutschland und in den Mittelmeerländern wird auch verstärkt Hartweizen angebaut. Aus Hartweizenmehl macht man Spaghetti und viele andere Nudelsorten. Außerdem wird Weizenbier aus Brauweizen hergestellt.

Roggen


Roggen ist ein ausgesprochenes Brotgetreide und sehr pflegeleicht. Seit etwa 6000 v. Chr. wird er im Vorderen Orient angebaut. Seine Ähren sind sehr körnerreich. Roggen hat keinen Klebergehalt, daher verläuft die Gärung über den Sauerteig. Er gibt dem Brot eine dunkle Farbe und hält es lange frisch.
Roggen ist die wahrscheinlich jüngste Getreideart, denn er wird erst seit etwa 2500 Jahren genutzt. Er ist recht anspruchslos, zeichnet sich durch gute Kälteresistenz aus und wächst auch auf sandigen Böden noch gut. Weltweit spielt sein Anbau keine allzu große Rolle. Die Kleber genannten Proteine, die den Weizen so besonders backfähig machen, fehlen dem Roggen. Roggenbrot (zum Beispiel Schwarzbrot und Pumpernickel) ist daher dichter und dunkler als Weizenbrot.

Früher wurde Roggen (ebenso wie Weizen und Gerste) gelegentlich vom giftigen Mutterkornpilz befallen. Heute werden das Saatgut und das Mehl sorgfältig überwacht, aber im Mittelalter hat damit verseuchtes Roggenmehl viele Todesfälle verursacht. Heute wird der Pilz auf bestimmten Roggenfeldern gezielt angebaut, weil die Pharmaindustrie aus ihm wichtige Medikamente gewinnt. 

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Hafer


Der Hafer war lange Zeit die Hauptnahrung der Landbevölkerung, ehe er von der Kartoffel abgelöst wurde. Brot mit Haferzusatz schmeckt fad und zerfällt rasch, da er keine Klebereigenschaften aufweist. Dafür ist er reich an Fetten und steigert die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit.

Hafer verbreitete sich zunächst unerwünscht in Weizen- und Gerstennfeldern; bei den Römern galt er sogar noch als Unkraut, wie etwa heute noch der Flughafer. Aus ihm sind vermutlich vor rund 5000 Jahren die Kulturformen des Hafers gezüchtet worden.

Hafer dient nicht nur als Vieh- und Pferdefutter sondern und vor allem auch der Ernährung des Menschen. Im Vergleich zu anderen Getreidearten enthalten die Haferkörner viel Eiweiß (12 %), Fett (5 %), Kohlenhydrate und Ballaststoffe. Aus gerösteten Körnern werden Haferflocken und Hafergrütze hergestellt, welche besonders viel Vitamin B1 liefern.

Gerste


Die Gerste ist eine sehr alte Kulturpflanze. Sie stammt wahrscheinlich, wie die meisten Getreidearten, aus dem Himalayagebiet. Sie ist reich an Vitaminen und Mineralstoffen und wird unter anderem als Braugerste hauptsächlich zur Bierherstellung verwendet. Bei Magen- und Darmerkrankungen ist Gerstenschleim heilsam.

Gerste ist die vermutlich älteste Getreideart, die der Mensch in Kultur nahm. Schon die alten Ägypter, Griechen, Römer und Chinesen bauten sie an. Heute ist sie die nach Weizen, Reis und Mais weltweit die viertwichtigste Getreideart.

Es gibt zweizeilige und mehrzeilige Formen; sie unterscheiden sich in der Zahl der Körner je Ährenspindelstufe. Alle aber sind leicht erkennbar an den auffallend langen Grannenhaaren.

Gerstenkörner werden zu Brot verbacken oder als Graupen (polierte Körner) in Suppen gegessen. Etwa ein Zehntel der Weltproduktion geht in die Herstellung von Malz, das zum Bierbrauen (Braugerste) und zur Herstellung von Malzkaffee benötigt wird. Auch Whisky wird aus Gerste hergestellt.

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